Fischbachau

Ein kleiner Ort – in der Volksmusik ganz groß!

Wenige Kilometer vom Schliersee entfernt liegt der kleine Ort Fischbachau, nicht zuletzt bekannt durch beeindruckende Gesangsformationen, wie die Fischbachauer Sängerinnen, die uns allen noch in bester Erinnerung sind. Doch auch heute noch – oder wieder – wird hier Brauchtum und Volkskultur praktiziert und Fischbachau ist sowas wie ein volksmusikalischen Zentrum in Oberbayern. Hier ein paar Ortseindrücke:

Die Orts- und Klostergründerin Gräfin Haziga war mit dem Wittelsbacher Pfalzgrafen Otto II. von Scheyern vermählt. Sie schenkte den Benediktinermönchen des Klosters Hirsau den Grund zum Bau eines Klosters und einer Kirche.
1085 Baubeginn des Klosters und der ersten Klosterkirche – heute Maria Schutzkirche im Friedhof.
1096 Baubeginn des Martinsmünsters, das seit 1804 als Pfarrkirche dient.
Im Jahr 1104 kam es zur Verlegung des Klosters Fischbachau auf den Petersberg bei Dachau und wenige Jahre später wurde es Priorat der Abtei Scheyern. Das Kloster Fischbachau brachte eine große geistliche, kulturelle und wirtschaftliche Blüte in das Leitzachtal.
1734 Neubau des Nord- und Westflügels des Klosters
1790 Fertigstellung des Prälaten Baus und des südlichen Konvents
1803 Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisierung
Die barocke Dreiflügelanlage wurde ursprünglich als Probstei und Jägerhaus genutzt. Der Westflügel diente als Wirtschaftsteil mit Ställen und Remisen.
1971/1978 konnte die Gemeinde das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Probsteigebäude erwerben. Heute dient es als Rathaus und als „Haus des Gastes“. Ferner ist das Tourismusbüro untergebracht.
Der gesamte Prälaten Bau wurde in den 90er Jahren saniert und umgebaut. Im Westflügel ist das Fischbachauer Klosterstüberl untergebracht, das durch das alte Gewölbe eine urgemütliche Atmosphäre bekommt.

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